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Museen der Senckenberg Gesellschaft

Naturkunde hat in Sachsen eine lange Tradition. So gehen beispielsweise die Naturhistorischen Sammlungen Dresden bis auf die kurfürstliche Kunst- und Naturalienkammer zurück, in der die sächsischen Herrscher schon im 16. Jahrhundert Naturalien sammelten. Bis heute haben die drei großen Naturkundemuseen in Sachsen mehr als 11 Millionen Sammlungsobjekte zusammengetragen. Die Naturhistorischen Sammlungen Dresden (bestehend aus dem Museum für Mineralogie und Geologie und dem Museum für Tierkunde) und das Museum für Naturkunde Görlitz wurden zum 1. Januar 2009 in die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung integriert und gehören somit auch der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz an, die von Bund und Ländern gemeinsam getragen wird.

Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden

Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
(© Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Archiv)

Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden

Zu den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen gehören das Museum für Mineralogie und Geologie und das Museum für Tierkunde. Die beiden Museen wurden zum 1. Juli 2000 zu den „Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen Dresden“ (SNSD) zusammengefasst. Beide Einrichtungen sind Forschungsmuseen. Sie haben keine eigenen Ausstellungsräume, zeigen aber Wechselausstellungen im Japanischen Palais in Dresden.

Die Sammlung des Museums für Mineralogie und Geologie umfasst etwa 500.000 Gesteine, Mineralien und Fossilien sächsischer Fundorte. Das Museum für Tierkunde verfügt über mehr als 6 Millionen Objekte. Schwerpunkte sind Wirbeltiere und Insekten. Die Bibliothek des Museums ist mit 60.000 Bänden und 60.000 sonstigen Einheiten die größte zoologische Fachbibliothek Sachsens.

 

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz

Die Wurzeln des Görlitzer Naturkundemuseums reichen bis in das Jahr 1811 zurück, als sich in der Stadt eine naturkundliche Gesellschaft, die »Ornithologische Gesellschaft zu Görlitz«, die sich am 13. Mai 1823 in »Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz« umbenannte, gründete. Diese Naturforschende Gesellschaft baute für ihre Sammlungen ein Museum, in dem nach einer grundlegenden Sanierung und Neugestaltung auch gegenwärtig die Ausstellungen des SMNG präsentiert werden.

Das SMNG besitzt eine der bedeutendsten Forschungssammlungen in Deutschland. Hier werden insgesamt über 5 Millionen Insekten, Tausendfüßer, Milben, Schnecken, Muscheln, Wirbeltiere, Pflanzen und Pilze sowie Tausende von Mineralien, Gesteinen und Fossilien aufbewahrt, präpariert und wissenschaftlich bearbeitet. Die Hauptforschungsrichtung, mit deren Ergebnissen das SMNG auch international anerkannt ist, liegt auf dem Gebiet der Bodenzoologie und Bodenbiologie. Darüber hinaus existieren die Forschungsbereiche Taxonomie, Biogeografie und Ökologie von Tieren und Pflanzen.