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Bühne in Sachsen

Die Geschichte der sächsischen Bühnenlandschaft ist eng verknüpft mit den Namen Gotthold Ephraim Lessing oder Friedericke Caroline Neuber, deren Wirken bis heute Einfluss auf das deutsche Theater hat.
Der aus Kamenz stammende Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing setzte sich mit seinen Schriften für die Freiheit des deutschen Theaters gegenüber dem französischen Vorbild ein. Dabei beeinflusste er maßgeblich die Entwicklung eines bürgerlichen deutschen Theaters. Die »Neuberin«, in Reichenbach/ Vogtland geboren, gründete 1727 die Neuber'sche Komödiantengesellschaft und kurz darauf im Haus »Großer Blumberg« am Brühl in Leipzig eines der ersten, fest stehenden Theater Deutschlands.

Staatsschauspiel Dresden

Foto: Außenansicht Schauspielhaus

Außenansicht Schauspielhaus
(© SMWK)

Das Staatsschauspiel Dresden, das in Verantwortung des Sächsischen Kunstministeriums steht, zählt zu den renommierten deutschen Schauspielhäusern. Es ist der Tradition des Schauspiels in Deutschland und der Förderung der zeitgenössischen Theaterkunst gleichermaßen verpflichtet. Neben dem Schauspielhaus am Zwinger, welches 1913 eröffnet wurde und nach den Kriegszerstörungen 1948 wiedereröffnet werden konnte, ist das Kleine Haus in der Dresdner Neustadt Spielstätte.

Landesbühnen Sachsen

Landesbühnen Sachsen, Außenansicht

Landesbühnen Sachsen, Außenansicht
(© SMWK)

Die Landesbühnen Sachsen sind ein leistungsstarkes Mehrspartentheater, die einerseits künstlerische Leistungen in der Sitzgemeinde Radebeul im Sinne eines Stadttheaters erbringen und die Felsenbühne Rathen bespielen, andererseits mit ihrem Auftrag als Landesbühne das Angebot an den Abstecherorten in den Kulturräumen bereichern. Außerdem leisten die Landesbühnen einen besonderen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen in Sachsen. Seit August 2012 werden die Landesbühnen Sachsen in neuer Rechtsform durch eine Theater GmbH betrieben.

Künftig werden die Landesbühnen Sachsen mit ihren Aufführungen verstärkt in den ländlichen Räumen präsent sein, in denen kein vom Kulturraum gefördertes Theaterensemble existiert (Kulturraum Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Kulturraum Leipziger Land). Zu diesem Aufgabenspektrum kommen weitere Engagements, die in den anderen ländlichen Kulturräumen zur Abrundung des dortigen kulturellen Angebotes beitragen.

Vielfältige Bühnenkultur

Zwischen Plauen und Görlitz gibt es im Freistaat zahlreiche Theater, die teilweise auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. Dazu zählen die Oper Leipzig mit Oper, Musikalischer Komödie und Leipziger Ballett, das Theater Chemnitz mit Oper, Schauspiel und der Robert-Schumann-Philharmonie, das Mittelsächsische Theater mit dem Theater Freiberg, Theater Döbeln und Seebühne Kriebstein oder auch das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz mit der Erzgebirgischen Philharmonie Aue. Eine lange Theatergeschichte haben auch die Standort Plauen und Zwickau.

Das Repertoire der sächsischen Bühnen umfasst alle Sparten – von der Operette über das Kabarett bis hin zu Puppenspiel oder Mundartstücken. Auch die zweisprachigen Aufführungen des Sorbischen Theaters gehören dazu.

Die sächsischen Spielstätten sind nicht nur inhaltlich sehr unterschiedlich – vom Renaissancebau in Zwickau über das neobarocke Staatsschauspiel in Dresden bis hin zu den Naturbühnen in Rathen und auf den Greifensteinen im Erzgebirge kann der Zuschauer wählen. Selbst das Straßentheater hat in Sachsen seinen festen Platz. Das zeigen nicht zuletzt die verschiedenen Straßentheaterfestivals wie beispielsweise in Görlitz oder beim Weinfest in Radebeul.

Romeo+Julia - Felsenbühne Rathen

Romeo und Julia - Felsenbühne Rathen
(© Hagen König)