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Preise & Wettbewerbe

    Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert Wettbewerbe, Theater-, Tanz- und Musiktage, Aufführungen und Gastspiele, Dokumentationen und Publikationen sowie Maßnahmen der kulturellen Bildung. Förderungswürdig sind insbesondere Vorhaben mit landesweiter, überregionaler und internationaler Wirksamkeit. Ein weiteres Element, um zeitgenössische Kunst und Kultur zu fördern, ist für das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Verleihung von Preisen. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen und hoffnungsvolle Talente, zum Beispiel in den Bereichen Film oder Literatur.

    Sächsischer Museumspreis

    Seit 2007 verleiht das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst alle zwei Jahre den Sächsischen Museumspreis und zeichnet mit ihm die herausragende Arbeit der nichtstaatlichen Museen bei der Sammlung, Pflege, Bewahrung und Vermittlung des musealen kultur- und naturgeschichtlichen Erbes des Freistaates Sachsen aus. Der Museumspreis wird für beispielhafte Leistungen in der Museumsarbeit und der Profilierung der Sächsischen Museumslandschaft verliehen. Mit dem Museumspreis wird zugleich der unverzichtbare Beitrag, den die Museen zum kulturellen Leben in den Regionen leisten, gewürdigt. Der Sächsische Museumspreis ist mit insgesamt 30.000 EUR dotiert. Es werden ein Hauptpreis, in Höhe von 20.000 Euro, und zwei Spezialpreise, in Höhe von jeweils 5.000 Euro, vergeben. Um den Preis können sich nichtstaatliche Museen im Freistaat Sachsen als Einzelinstitutionen oder als Zusammenschluss bewerben.

     

    Industriekulturpreis

    Sachsens Kunstministerium lobt seit 2013 gemeinsam mit der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e.V. (VSW) und der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung alle zwei Jahre den Sächsischen Industriekulturpreis aus. Der Preis würdigt die für sächsische Industriekultur tätigen Akteure und soll Ansporn sein, den industriekulturellen Reichtum Sachsens zu erhalten, zu pflegen und zu vermitteln. Ausgezeichnet werden sollen beispielhafte, von der Wirtschaft ausgehende Initiativen, die einen nachhaltigen Effekt für Menschen und Region erzielen. Der Sächsische Industriekulturpreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Um den Preis können sich juristische und natürliche Personen bewerben.

      Sächsischer Bibliothekspreis

      Im Oktober 2013 wurde erstmals der mit 4.000 Euro dotierte Sächsische Bibliothekspreis verliehen. Die Auszeichnung erhielt die Stadtbibliothek Auerbach im Vogtland. Der Preis, der jährlich verliehen wird, prämiert herausragende und nutzerorientierte Bibliotheksarbeit sowie erfolgreiche Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels.

      Ehrenamt im Museum

      Ohne bürgerschaftliches Engagement wäre die Vielfalt der sächsischen Museumslandschaft kaum denkbar. Die Mehrzahl der Museen wäre in der Vergangenheit nicht gegründet worden, wäre heute nicht zu unterhalten und in der künftigen Existenz nicht gesichert ohne ehrenamtliche Tätigkeit. Zugleich ermöglicht das Ehrenamt, sich aktiv und selbstbestimmt in das gesellschaftliche Leben einzubringen.
      Die verdienstvolle Arbeit der freiwilligen Helferinnen und Helfer wird mit der Auszeichnung für das »Ehrenamt im Museum« gewürdigt. Sie wird im zweijährigen Wechsel mit dem 2007 erstmals verliehenen Sächsischen Museumspreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst an max. 25 Personen vergeben. 

      Literaturpreis des SMWK

      Das SMWK vergibt seit 2006 einen Literaturpreis für Nachwuchsautoren. Der mit 5.500 Euro dotierte Preis wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Sächsischen Literaturtage verliehen. Ausgezeichnet wird damit das Werk (Lyrik, Prosa, Drama, Hörspiel oder Filmmanuskript) eines jüngeren Autors, der persönlich mit Sachsen eng verbunden ist. Der Preisträger wird von einer Jury aus namhaften Persönlichkeiten aus der Literaturszene bestimmt. Mit dem Sächsischen Literaturpreis 2014 wurde der Autor Jan Kuhlbrodt geehrt. Der Literaturpreis 2016 geht an Franziska Gerstenberg.

      Filmförderpreis

      Im Rahmen des Filmfestes Dresden mit Animations- und Kurzfilmbeiträgen aus aller Welt wird der Förderpreis für talentierte Nachwuchsfilmemacher verliehen. Der mit 20.000 Euro am höchsten dotierte Preis des Filmfestes zeichnet unter den Teilnehmern des nationalen Wettbewerbs einen Film von besonderem künstlerischen Rang aus. Mit dem Geld stellt der Preisträger einen neuen Animations- und Kurzfilm her.

        Europäischer Kinderfilmpreis

        Järhlich vergibt das Sächsische Kunstministerium im Rahmen des Internationalen Filmfestivals für Kinder und junges Publikum »Schlingel« den mit 5.000 Euro dotierten Europäischen Kinderfilmpreis. Mit diesem Preis wird ein, von einer international besetzten Kinderjury ausgewählter, anspruchsvoller, pädagogisch und kulturell wertvoller Kinderfilm prämiert.

          Lessingpreis des Freistaates Sachsen und Förderpreise zum Lessingpreis

          In Andenken an Gotthold Ephraim Lessing verleiht das SMWK den Lessingpreis des Freistaates Sachsen. Der mit 13.000 Euro dotierte Preis, der alle zwei Jahre im Rahmen der Kamenzer Lessingtage verliehen wird, würdigt herausragende Leistungen im Geiste Lessings, vornehmlich auf dem Gebiet der Literatur, der Literaturkritik und des Theaters. Vielversprechende Begabungen in diesen Bereichen werden durch die Vergabe zweier Förderpreise öffentlich anerkannt. Die Förderpreise sind mit je 5.500 Euro dotiert.

          Preis für sorbische Sprache Zejler-Preis

          Erstmalig wurde im Jahr 2014 der mit 5.000 Euro dotierte Zejler-Preis durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst an Gerat Wornar verliehen. Mit diesem Preis sollen herausragende Verdienste um den Erwerb, den Gebrauch und die Vermittlung der sorbischen Sprache, insbesondere des Obersorbischen, gewürdigt werden.

          Der Preis trägt den Namen des Dichters, Publizisten und Theologen Handrij Zejler (1804-1872), der als Begründer der modernen sorbischen Literatur gilt und mit seinem Werk bis heute einen positiven Einfluss auf die sorbische Sprache ausübt.

          Der Zejler-Preis wird nicht öffentlich ausgeschrieben. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Die Vorschläge von geeigneten Personen oder Personengruppen erfolgen durch die Mitglieder einer Jury. Das Vorschlagsrecht steht nur den Mitgliedern der Jury zu.

          Sächsischer Tanzpreis

          Erstmals wurde im Jahr 2015 der mit 10.000 Euro dotierte »URSULA-CAIN-PREIS. DER SÄCHSISCHE TANZPREIS« verliehen. Der auf Anregung des Kunstministeriums entwickelte Preis zeichnet sächsische Künstler aus, die Grenzen überschreiten, klassisch und modern verbinden, alt und jung begeistern und das Tanzland Sachsen prägen. Er wird gefördert von der Sparkassen-Versicherung Sachsen und ausgerichtet vom LOFFT – DAS THEATER. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.

          Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung

          Jedes Jahr wird auf der Leipziger Buchmesse der »Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung« vom Freistaat Sachsen zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. und der Stadt Leipzig vergeben.

            CYNETart-Förderpreis

            Alle zwei Jahre verleiht das SMWK den Förderpreis für moderne Medienkunst CYNETart auf dem vom Ministerium geförderten Festival für computergestützte Kunst CYNETart. Der Förderpreis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro verbunden. Damit bekommen Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ein neues Werk im Bereich der Medienkunst zu schaffen, das dann auf der CYNETart im folgenden Jahr ausgestellt wird.

              Förderpreis für Kunst und Demografie

              Das Sächsische Kunstministerium schreibt im Jahr 2016 erstmals in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. und der Johanna und Fritz Buch Gedächtnis-Stiftung den Sächsischen Förderpreis für Kunst und Demografie KunstZeitAlter aus. Der Preis widmet sich einem Teilaspekt des demografischen Wandels – dem Alter(n). Der Preis fördert die Umsetzung von Konzepten, die sich künstlerisch mit den Auswirkungen des zunehmenden Alterns in der Gesellschaft auseinandersetzen und dabei auf eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger setzen. Er soll alle zwei Jahre vergeben werden.